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PRESSEMITTEILUNG vom 16.01.2012

Altersvorsorge für Unternehmer muss zur Pflicht werden
MdB Daniela Ludwig bei den Unternehmerinnen für Handwerk und Dienstleistung Rosenheim e.V.

Rosenheim, 16. Januar 2012 – Alle Selbstständigen sollten zu einer Altersvorsorge verpflichtet werden. Darin waren sich die
CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig und Mitglieder des Vereins "Unternehmerinnen in Handwerk und Dienstleistung
Rosenheim e.V." (UHD) bei einem Meinungsaustausch einig. Allerdings verlangten die Unternehmerinnen gleichzeitig Änderungen
bei der Künstlersozialkasse und Entlastungen durch eine niedrigere Umsatzsteuer auf Dienstleistungen. Der Staat könne nicht
einerseits alle Unternehmer zur Altersvorsorge verpflichten, andererseits aber die Allgemeinheit die Altersvorsorge für eine
Berufsgruppe wie Journalisten und Künstler zahlen lassen.
"Wir haben die Erfahrung gemacht, dass viele Kleinunternehmer und Freiberufler, wie etwa Gastronomen oder Dienstleister, keine
Altersvorsorge haben und später in die Grundsicherung fallen. Deshalb müssen wir hier etwas tun", erklärte Daniela Ludwig. "Auch aus
Gerechtigkeitsgründen ist das notwendig." Die Rosenheimer Unternehmerinnen stimmten ihr hier zu. "Bei uns regelt das die Kammer,
und das war bei meinem Start schwierig", berichtete Rechtsanwältin Johanna Mathäser. "Doch rückblickend gesehen finde ich das
System richtig. Ich bin froh, dass ich regelmäßig in die Altersvorsorge einzahle."
In vielen Branchen, wie etwa im Handwerk oder im Messebau, gebe es genügend Selbstständige, die nichts oder nur wenig in die
Altersvorsorge einzahlten, berichteten die Unternehmerinnen. Ein Dorn im Auge ist vielen auch das Umsatzsteuersystem.
"Die 7-Prozent-Regelung im Tourismus muss bleiben", forderte das Ehepaar Liese-lotte und Dieter Linde. Sie vermieten mehrere
5-Sterne-Ferienwohnungen in Bad Endorf. "Im Vergleich zu Österreich hinken wir hinterher. Die Politik hat diesen Erfolg und die
Begründung für die 7-Prozent-Regelung schlecht verkauft", kritisierte Dieter Linde. Die Mitglieder von UHD Rosenheim verlangen,
auch für Dienstleistungen eine Umsatzsteuer von 7 Prozent einzuführen. Sonst werde es immer Probleme mit der Schwarzarbeit geben.
"Auch die Kleinunternehmer, die keine Umsatzsteuer zahlen, sind inzwischen oft ein Problem", berichtete Sophie Maier. Sie führt
mit ihrem Mann ein Bauunternehmen. "Wir erleben, dass sich mehrere Kleinunternehmer eine Baustelle teilen. Da schauen wir mit dem
Ofenrohr ins Gebirge."
Daniela Ludwig zeigte Verständnis für die Forderungen. "Für mich stellt sich die Frage, was machen wir insgesamt mit dem Umsatzsteuer-
system. Es ist an vielen Stellen unlogisch und ungerecht. Doch bei Änderungen werden Sie immer jemanden finden, der sich benachteiligt fühlt."
Am besten, so Ludwig, wäre ein einheitlicher Umsatzsteuersatz. "Doch es gibt derzeit wenig Neigung auf der politischen Ebene, dieses
Thema anzupacken." Nach Ansicht der heimischen Wahlkreisabgeordneten sollten Dienstleistungen aber mit 7 Prozent Umsatzsteuer
belegt werden. "Wir bekämpfen mit allen möglichen Maßnahmen die Schwarzarbeit. Das nützt alles nichts, wenn wir auf
Dienstleistungen so hohe Umsatzsteuersätze haben."
Weitere Themen bei der dreistündigen, intensiven Diskussion waren die Situation der Kinderbetreuung, das Betreuungsgeld,
Studiengebühren und eine mögliche Akademisierung der Pflegeberufe. Monika Roth vom UHD-Vorstand bedankte sich bei Daniela Ludwig
für den ausgezeichneten Meinungsaustausch. "Wir sind froh, dass wir die Gelegenheit haben, unsere Anliegen als Unternehmerinnen aus
Handwerk und Dienstleistung direkt bei einer Bundestagsabgeordneten vorbringen können." Die Abgeordnete ist Fördermitglied des Vereins.
Einige gaben Daniela Ludwig ihre Wünsche auch schriftlich nach Berlin mit auf dem Weg. Einig waren sich beide Seiten, dass die Diskussion
im nächsten Jahr wiederholt wird.

Foto MdB Ludwig mit UHD

Foto: MdB Daniela Ludwig (2. von rechts) und Mitglieder von UHD Rosenheim



PRESSEMITTEILUNG vom 08.03.2011

Euregio Inntal fördert neues Unternehmerinnen-Projekt
„Frau und Erfolg“

Unternehmerinnen in Handwerk und Dienstleistung Rosenheim e.V.
starten Kooperation mit Business & Professional Women Club Tirol


Rosenheim / Kufstein / Innsbruck, 09. März 2011 - Unternehmerinnen in Stadt und Landkreis Rosenheim und in Tirol haben jetzt offiziell
eine neue Kooperation gestartet. Unter dem Titel „Frau und Erfolg” genehmigte der Vorstand der Euregio Inntal ein gemeinsames
Projekt der „Unternehmerinnen in Handwerk und Dienstleistung Rosenheim e.V.” (UHD) und der „Business & Professional Women
Club Tirol” (BPW). Das Projekt ist eine Initiative der Rosenheimer Unternehmerinnen, die mit den BPW-Frauen den idealen Partnerverein
gefunden haben.

Ziel des Projekts ist der Aufbau eines dauerhaften, grenzüberschreitenden Netzwerkes aus Unternehmerinnen sowie der Aufbau lang-
fristiger Kooperationen und geschäftlicher Kontakte von Unternehmerinnen in Stadt und Landkreis Rosenheim und Tirol. Auftakt dazu
ist das 2. Forum von UHD Rosenheim „Frau und Erfolg” am 7. Mai im Kultur + Kongresszentrum, im Jahr darauf soll es eine zentrale
Veranstaltung mit Vorträgen und Workshops im Tiroler Unterland geben. "Natürlich planen wir im Jahresverlauf weitere gemeinsame
Seminare, Betriebsbesichtigungen oder Vorträge", erklärt die UHD-Vorsitzende Angelika Artmann. So gab es bereits ein gemeinsames
Business-Frühstück, im Sommer und im Herbst stehen zwei Betriebsbesichtigungen in Tirol auf dem Programm, so etwa bei Riedel-Glas
in Kufstein.

„Wir haben uns gesucht und gefunden”, freut sich die BPW-Präsidentin Birgit Töchterle. „Schon beim ersten Kontakt mit den Rosenheimer-
innen wussten wir: das passt zusammen! Wir haben die gleiche Vereinsphilosophie, geprägt vom Netzwerkgedanken sowie der
unternehmerischen und sozialen Verantwortung. Und wir verstehen uns menschlich sehr gut.” Das Projekt läuft vom 1. März 2011 bis zum
30. Juni 2012 und umfasst Kosten in Höhe von rund 25.000 Euro netto. Die Euregio Inntal unterstützt es im Rahmen des Kleinprojekte-
Fonds des EU-Förderprogramms INTERREG Bayern-österreich 2007-2013 mit 40 Prozent, also rund 10.000 Euro.

Walter Weiskopf, Geschäftsführer der Euregio Inntal, ist von der Initiative begeistert: „Die Euregio freut sich, das Netzwerk „Frau und Erfolg”
fördern zu können. Gerade die engagierte Arbeit grenzüberschreitend tätiger, innovativer Projektträger unterstützt den Gedanken eines
zusammenwachsenden Europas.”

„Motivieren - informieren - orientieren” lautet das Motto des 2. Forums „Frau und Erfolg” am 7. Mai in Rosenheim. Es besteht aus einer Messe
mit rund 40 Ausstellerinnen und Ausstellern und 14 hochkarätigen Vorträgen zu beruflicher Qualifizierung und Weiterbildung, Existenzgründung,
Beruf und Gesundheit und Betriebsführung. Der Eintritt ist in diesem Jahr komplett frei. „Wir möchten mit dem Forum grenzüberschreitend
Existenzgründerinnen ansprechen, aber auch Frauen, die nach der Familienpause einsteigen, oder ihren Betrieb gemeinsam mit dem Mann
führen”, so Angelika Artmann. „Wir wollen Mut machen, neue Schritte zu gehen, sich weiter zu entwickeln, und interessante Vorträge für
Unternehmerinnen anbieten.” Eine gemeinsame Arbeitsgruppe beider Vereine bereitet das Forum bereits mit Hochdruck vor.
Die gemeinsame Homepage www.frau-und-erfolg.eu ist bereits online.

Die Schirmherrschaft für die Veranstaltung am 7. Mai haben Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer und Landrat Josef Neiderhell, die Wirt-
schaftsförderung von Stadt und Landkreis treten als offizielle Partner auf. BPW Tirol hat sich vor allem mit dem Einsatz für die leistungs-
gerechte Bezahlung von Frauen einen Namen gemacht. Jedes Jahr organisiert der Verein in Innsbruck den „Equal Pay Day”, um
Ungerechtigkeiten bei der Bezahlung von Frauen aufmerksam zu machen.
Die Vernetzung über die Grenzen hinweg ist für die Rosenheimer und Tiroler Unternehmerinnen längst nicht abgeschlossen.
Schon gibt es persönlichen Kontakt zu „wnet” in Bozen. In diesem Netzwerk sind 60 Unternehmerinnen in Südtirol zusammengeschlossen.
Die Südtirolerinnen kommen im Mai nach Rosenheim. Im Oktober steht dann ein zweitägiges „Drei-Länder-Treffen” in Bozen an.

Foto vom Wiesn-Stammtisch am 06.09.2010

Foto: Ein gelungenes Netzwerk - die Unternehmerinnen von UHD Rosenheim und BPW Tirol.

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